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BODMAN-LUDWIGSHAFEN

 

Eines der ältesten Feldkreuze Süddeutschlands wurde jetzt in Bodman saniert

Bodman-Ludwigshafen -  Sanierung des Feldkreuzes abgeschlossen. Denkmalgeschütztes Kreuz aus 16. Jahrhundert.
 

Der Große Herrgott am Seeuferweg zur Mariaschlucht grüßt nach seiner grundlegenden Sanierung jetzt wieder alle Menschen, die an ihm vorübergehen oder sich auf der Bank unterhalb des Kreuzes in seinem Schatten eine kleine Verschnaufpause gönnen.  Bild: Strub

 

Die Seegemeinde, insbesondere Bodman, ist reich an Gebäuden und Denkmalen, die längst unter Denkmalschutz stehen. Solche Schätze der Nachwelt zu erhalten, bedeutet eine Verpflichtung für die Bürger. Ein eindrucksvolles Zeugnis der Kulturgeschichte der Region stellt das Feldkreuz „Großer Herrgott“ am Seeuferweg zur Mariaschlucht unterhalb des Efflettales dar, dessen Entstehung dem 16. Jahrhundert zugeschrieben wird. Nachdem die Witterung dem Kreuz, das zuletzt 1952 renoviert worden war, arg zugesetzt hatte, war eine grundlegende Sanierung dringend erforderlich. Um diese hatten sich insbesondere das Gräfliche Haus und die Kunstmalerin Barbara Gittner-Tielsch aus Bodman eingesetzt. Dieser Tage ist die Sanierung eines der ältesten Feldkreuze Süddeutschlands abgeschlossen worden. Das Gerüst wurde entfernt und das ausdrucksvolle Kreuz ist wieder sichtbar.

Die Sanierungskosten, die bei rund 6000 Euro gelegen haben, konnten durch einen Beitrag der politischen Gemeinde aus dem Kulturfonds und einer Spende von Johannes Freiherr von und zu Bodman sowie Barbara Gittner-Tilsch gedeckt werden. Es war die Firma BaHo Tec aus Ostelsheim, spezialisiert für Holzdenkmalpflege, welche die Sanierung durchführte. Für sie waren die Holztechniker Dieter de Fanti aus Grafenau (Bayrischer Wald) und Tilman Somerien aus Donauwörth tätig. Die Arbeiten mussten vor Ort geschehen, da eine Abnahme der Christusfigur und das Herauslösen der Kreuzigungsnägel zur Zerstörung der Hände und Füße geführt hätten. Das zumeist trockene Wetter hat die Arbeiten begünstigt. Wilderich Graf von und zu Bodman verfolgte regelmäßig den Fortgang der Arbeiten. Aus seiner Behausung vertrieben wurde ein Siebenschläfer, der sich im Brustkorb der Figur eingenistet und sich so unter den Schutz des Schöpfers aller sichtbaren und unsichtbaren Dinge gestellt hatte.

Nach der Grundsanierung, der Stabilisierung des Stützpfostens und der Erneuerung des Dachfirstes folgte der großzügige Einsatz von Barbara Gittner-Tilsch. Die Künstlerin hatte sich bereit erklärt, die Farbfassung des Kreuzes zu übernehmen. In tagelanger Arbeit hat sie die abgesplitterte Farbe aus dem Korpus erneuert, die verblichenen Farben der Engel auf der rückwärtigen Blechwand hervorgehoben, die Landschaft Palästinas darunter wieder sichtbar gemacht und das Holzwerk angestrichen. Wieder entdeckt wurde auf dem Dach des Kreuzes ein beschädigter Hahn aus Kupfer.

Blechner- und Schlossermeister Willi Karle (Ludwigshafen) hatte sich angeboten, sich an den Sanierungskosten zu beteiligen und konnte den Hahn, der an die Verleugnung des Petrus erinnert, reparieren und wieder auf das Dach setzen.

Bodman am Bodensee 2012/2013

Fenstersanierung von einem 2 Familienhaus mit Balkonterrassen. Baujahr 1995.

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